Einheitliches Schulsystem – warum zögern die Politiker?

Wie sieht der Schulalltag in der Grundschule aus. Bis zu 30 Kinder sind in einem Klassenverband zusammengepfercht. Jahrgangsübergreifende „Beschulung“ lässt einzelne Kinder in die darunter- oder darüber liegende Klasse abwandern. Andere kommen hinzu. Die Lehrer sollen sich auf alle Kinder einstellen und allen gerecht werden. Das ist bei bis zu 30 Kindern ein Ding der Unmöglichkeit.

In der dritten Klasse kommt endlich ein wenig Ruhe in die Klasse – aber nicht lange. Bereits zum Beginn der vierten

Klasse fängt das Drama erneut an. Wer geht auf welches Gymnasium, wer auf welche Regelschule? Einige Gymnasien verlangen Schulgeld, dass nicht alle Eltern aufbringen können oder wollen. So zerbrechen feste Freundschaften, Hochmut und Neid sind an der Tagesordnung.

Gymnasium

Turboabitur in 12 Jahren oder das normale in 13 Jahren? Einige Bundesländer sind hier fest in ihrer Meinung, in anderen besteht Wahlfreiheit.

Warum dieses Durcheinander? Entschlackt endlich die Schulpläne! Immer nur neuen Stoff in das Lehrprogramm aufzunehmen, bringt wenig. Manche alten Zöpfe gehören abgeschnitten. Dann haben alle Schüler die Chance, ihr Abitur in 12 Jahren zu meistern, ohne einen 14-stündigen Lerntag.

Real- und Hauptschule

Kaum haben sich die Kinder nach der Grundschultrennung aneinander gewöhnt und sich zu einem funktionierenden Klassenverband zusammengeschlossen, kommt die nächste Trennung. Ungefähr ein Drittel der Kinder wird als zu dumm aussortiert und in die Hauptschulklasse abgeschoben. In Zeiten niedriger Geburtenraten und immer weniger Kinder leistet sich Deutschland den Luxus tausende Kinder als zu dumm abzustempeln. Das diese Kinder nur selten einen guten Ausbildungsplatz bekommen, ist bekannt. Warum dann das Ganze? Gezielte Förderung in den Klassen 5 und  6 würde die Defizite dieser Kinder zum großen Teil auffangen. Welche Chancen für die Zukunft eröffnen sich da!

Realschule

Die Realschüler scheinen am unbelasteten von den ganzen Reformplänen zu sein. Der Klassenverband wird zwar durch den Weggang der Hauptschüler noch mal ordentlich durchgeschüttelt aber dann bleibt es ruhig. Die Kinder können sich in ihrem Lernen und Leben einrichten.

Bildungsumfrage

Die Bildungsumfrage aus dem Jahr 2011 hat ganz klar gezeigt: 92 Prozent der Deutschen wollen die Kleinstaaterei der einzelnen Bundesländer nicht. In jedem Bundesland wird ein eigenes Bildungssüppchen gekocht. Die bestehende Konkurrenz ist angeblich für ein besseres Bildungsniveau wichtig. Dazu kann ich nur sagen: Das ist völliger Quatsch. Die Kleinstaaterei hilft nur den Politikern und Beamten, die so ihre vermeintliche Existenzberechtigung nachweisen wollen. Die wollen die Deutschen aber nicht. Sie wollen ein einheitliches Bildungssystem mit einer zentralen Behörde, die für alle Bundesländer zuständig ist.

Prüfungen

Deutschland, das Land der Dichter und Denker, schafft es nicht – einheitliche Prüfungen in allen Bundesländern anzubieten. Angeblich ist es nicht möglich, in ganz Deutschland am gleichen Termin die Prüfungen zu schreiben. Warum soll das nicht möglich sein? Weil die Ferien an unterschiedlichen Terminen liegen?

Wie gut das Weihnachten von der Kirche festgelegt wurde, die Politiker würden Weihnachten sonst auch 6 Wochen lang feiern.

Stehen einheitliche Prüfungstage fest, kann sich jede Schule und jeder Lehrer darauf einrichten und entsprechend mit der Vorbereitung beginnen. Das ist kein Grund, sondern eine Ausrede.

Die einzelnen Schulbehörden gehören entschlackt

Liebe Politiker – schafft endlich ein einheitliches Schulsystem für Deutschland. Auch wenn einige von euch dann ihren Posten verlieren – ihr kommt auch anderswo unter. Unsere Kinder brauchen das Hick-Hack nicht. Und Deutschland kann es sich nicht leisten, jedes Jahr Tausende von Jugendlichen, die demotiviert und ohne Perspektive dastehen, mit Hartz 4 zu unterstützen.

Dumme und nicht lernbereite Kinder werden nicht geboren, sie werden durch das herrschende Schulsystem herangezogen. Das wollen wir Eltern nicht, das braucht die Gesellschaft nicht – eine Änderung ist unbedingt notwendig.

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